Energy and Agriculture Youth Education for Makete- Lupila Ward, Tansania

Der Lupila Ward im Makete Distrikt ist Teil der abgelegenen ländlichen Regionen von Tansania, die noch nicht an das Hauptstromnetz des Landes angeschlossen sind. Vielen jugendlichen DorfbewohnerInnen fehlt eine Perspektive für ihre berufliche Entwicklung. Die Gründe dafür sind u. a. ein fehlender Zugang zu Elektrizität, ein eingeschränktes Bildungsangebot, fehlende Ausstattung der Bildungseinrichtungen, schlechte Lernumgebungen und Armut. Da die Bevölkerung vom Makete Distrikt hauptsächlich von Subsistenzwirtschaft lebt, helfen viele Jugendliche auf den Feldern, was ihre Lernzeit begrenzt. So sind in der Region – trotz des hohen Potentials für die landwirtschaftliche Nutzung vieler Flächen – nur wenige Menschen außerhalb der Subsistenzwirtschaft beschäftigt oder selbstständig tätig.

In Zusammenarbeit mit der Partnerorganisation PASEP werden der Ingenieure ohne Grenzen e.V. nun vor Ort ein Weiterbildungscamp aufbauen. Dort wird Jugendlichen das Erlernen von Fertigkeiten aus dem Bereich der Land- und Forstwirtschaft ermöglicht. Zudem werden die Grundlagen erneuerbarer Energien vermittelt. Ingenieure ohne Grenzen e.V. unterstützt dabei neben dem Bau weiterer Unterkünfte, auch mit einem Photovoltaiksystem, zur effektiven Feldbewässerung durch Pumpen, sowie mit der Elektrifizierung der Unterkünfte, um den Jugendlichen ein besseres Lernumfeld zu schaffen. Dabei erlernen die Jugendlichen auch durch Workshops den Umgang mit der bereitgestellten Technik und deren Wartung. Das Projekt schafft soziale und wirtschaftliche Perspektiven und kann damit als Beispiel für andere Wards dienen.

Aktuell befinden sich sieben Jugendliche im Camp, die in einer bereits fertigen Hütte leben. Eine weitere Hütte wird derzeit gebaut. Momentan werden die Jugendlichen von Kartoffeln und Salat der eigenen Farm versorgt, weitere Nahrungsmittel werden von anderen Farmen aus der Umgebung bezogen. Sobald die gepflanzten Bohnen und Maispflanzen bereit für die Ernte sind, wird fast die komplette Verpflegung von der Farm sichergestellt. Zurzeit unterstützt ein Mitglied von PASEP die Jugendlichen vor Ort. Weiterhin gibt es einen regen Austausch mit PASEP und verschiedenen Akteuren und Organisationen der Region, um offene Fragen zu klären, Bedürfnisse besser zu verstehen und eine gute Wissensgrundlage auf allen Seiten zu schaffen.

Wir freuen uns dieses Projekt finanziell zu unterstützen und werden über die Fortschritte und Entwicklungen berichten.