Wasserversorgungssystem für Dhuskun, Nepal

Dhuskun ist ein Dorf in Nepal, welches sich ca. 60 km nordöstlich der Hauptstadt Kathmandu am Fuße des Himalayas befindet. Die Notwendigkeit einer verbesserten Wasserversorgung ergibt sich vor allem aus der saisonalen Fluktuation der Wasserverfügbarkeit, sowie den teils weiten Wegen zwischen Wohnhäusern und Wasserstellen.Hauptwirtschaftszweig der ungefähr 500 Dorfbewohner ist die Landwirtschaft, welche auf 1100m ü.n.N. betrieben wird. Die meisten Häuser im Dorf sind von weiten Reisterassen umgeben. Dhuskun erstreckt sich sowohl über eine große Fläche als auch über große Höhenunterschiede (etwa 230 Höhenmeter). Zur wesentlichen Infrastruktur gehören eine Krankenstation, eine Schule und ein Gemeindehaus. Das Klima ist subtropisch, wobei die Monsunzeit von Juni bis September dauert. Außerhalb dieser Zeit kann der gesamte Wasserbedarf des Dorfes nicht von den drei örtlichen Quellen gedeckt werden. Eine Quelle versiegt vollständig, sodass weite Wege zum Wasser holen von Nöten sind.

Engineers without Borders- Karlsruhe Institute of Technology e.V. (EWB) haben es sich zum Ziel gemacht, eine stabile und nachhaltige Wasserversorgung zu entwickeln und umzusetzen, sodass die Bevölkerung des Dorfes in der Trockenzeit keinen Wassermangel mehr leiden muss und ein direkter Zugang ohne beschwerliche, weite Wege zu frischem Wasser ermöglicht wird.

Bei der technischen Umsetzung achten sie besonders auf ein einfaches, langlebiges Konzept, sowie auf die Verfügbarkeit von Materialien vor Ort und die Wünsche der Einwohner. Der langfristige Erfolg des Projektes liegt den EWB und auch uns sehr am Herzen. Dafür muss das Wassersystem nach Abschluss der Errichtung von den Dorfbewohnern eigenständig betrieben, gewartet und gegebenenfalls repariert werden können. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, wird dieser Aspekt bei jeder Entscheidung berücksichtigt und es werden in allen Bereichen und Phasen des Projekts entsprechende Maßnahmen ergriffen. Das Projekt wurde in mehrere Phasen unterteilt. Diese sind sowohl als zeitliche Abschnitte zu verstehen als auch bestimmten Komponenten des Systems zuzuordnen. Allgemein setzt das Team darauf, „von oben nach unten“ zu bauen – das bedeutet, bei der oberhalb des Dorfes gelegenen Quelle zu beginnen und das System schrittweise ins Dorf zu führen, bis zuletzt dort die Struktur für die Verteilung geschaffen wird. So können zwischen den Bauphasen und bei eventuellen Verzögerungen die bereits fertiggestellten Komponenten genutzt werden.

Wir freuen uns dieses Projekt finanziell zu unterstützen. Im Frühjahr diesen Jahres konnte die erste Umsetzungsphase gut anlaufen und wir sind sehr zuversichtlich, dass es im Rahmen der vorgesehenen Zeit erfolgreich abgeschlossen werden kann.

Aktuelle Informationen und auch eine ausführlichere Projektbeschreibung finden Sie hier:
www.ewb-karlsruhe.de